Facebook fur Geschaffte

Das Internet – und insbesondere die sozialen Netzwerke – stellen viele Unternehmen vor nicht geahnte Herausforderungen, eröffnen aber ebenfalls eine Vielzahl von Chancen und Perspektiven.

Denn während Verbraucher einerseits Produkte, Dienstleistungen und nicht zuletzt das unternehmerische Handeln kritisch bis argwöhnisch unter dem Internet-Brennglas beäugen, können sich Unternehmen eben diese Aufmerksamkeit zu Nutze machen.

Wer mit dem Gedanken liebäugelt, sich nicht nur auf seiner eigenen Internetseite zu präsentieren, sondern auch in Sachen social media aktiv zu werden, kommt an Facebook und der seit Ende März 2012 neu geschaffenen Funktion “Timeline” kaum vorbei.

Mit einem weltumspannenden Netz von mehr als 900 Millionen Nutzern ist Facebook nämlich das größte soziale Netzwerk und damit ein wertvoller Multiplikator, der die Bekanntheit eines Unternehmens und seiner Dienstleistungen und Produkte enorm steigern kann.

Hier lassen sich außerdem wertvolle Informationen über Wünsche und Neigungen sowie zu der Beschaffenheit einzelner Zielgruppen so gut und kostengünstig wie kaum woanders gewinnen. Doch Facebook sorgt auch für viel Diskussionsstoff rund um die Themen Datenschutz und -sicherheit.

Dass Facebook dabei aber nicht nur für kontroverse Debatten gut ist, sondern darüber hinaus wertvolle Dienste in Sachen Unternehmensauftritt und -erscheinungsbild leisten kann, ist im Folgenden zu lesen.

Einige Grundüberlegungen

Vor dem Einstieg
Vor dem Einstieg in soziale Netzwerkaktivitäten – ganz gleich ob es sich dabei um Facebook oder aber anderen Maßnahmen handelt – sollten Unternehmen einige Grundüberlegungen anstellen. Denn anders als bei der Selbstdarstellung auf der eigenen Homepage oder der Firmenbroschüre profitiert man bei sozialen Netzwerke vom konstanten Austausch der entsprechenden Mitglieder – und das in Echtzeit!

Die Teilnahme am social-networking geht also mit einer entsprechenden Reaktionsschnelligkeit einher. Dies hat zur Folge, dass Unternehmen schnell auf Entwicklungen im Netz reagieren können müssen – und das rund um die Uhr.

Darüber hinaus müssen sich Betreiber eines Facebook-Accounts bereits im Vorfeld um so genannte Krisenszenarien kümmern. Was geschieht beispielsweise, wenn missliebige Postings einzelner Mitglieder negativ auf das Unternehmensimage einzahlen? Bevor sich die Verantwortlichen versehen, kann sich aus der Meinung Einzelner ein wahrer Shitstorm verselbständigen, dem es mit passenden Maßnahmen zu begegnen gilt.

Facebook – eine Menge Vorteile
Facebook bietet (bei einem vergleichsweise geringen Aufwand) eine Vielzahl von Vorteilen, die sich unmittelbar auf den unternehmerischen Erfolg auswirken können. Anders als bei anderen Marketingaktivitäten, mit denen die Bekanntheit der Produkte oder Dienstleistungen einer kleineren oder größeren Firma erhöht werden, basieren soziale Netzwerke auf dem Prinzip der Freiwilligkeit.

Nur wer tatsächlich Interesse an dem Firmenangebot hat, wird mit seiner “iLike”-Präferenz eine Entscheidung treffen, die – und das ist das Wichtigste – von einer Vielzahl anderer Mitglieder (oder auch so genannter Fans oder Follower) gelesen und wahrgenommen wird.

Somit ist es nicht das Unternehmen selbst, sondern der Nutzer, der für einen entsprechenden Glaubwürdigkeitszugewinn sorgt. Doch Facebook bietet weitaus mehr: Intelligent genutzte Umfragen geben direkte Einblicke in die Wunsch- und Konsumgewohnheiten der Zielgruppe und können dadurch effektiv in der Produkt- und Dienstleistungsentwicklung und -optimierung Verwendung finden.

Facebook – mit dem richtigen Konzept
Ein gekonnter Facebook-Auftritt setzt eine gute Vorbereitung sowie ein gut durchdachtes und strukturiertes Konzept voraus – was nur als eine von vielen Maßnahmen innerhalb des Marketingkonzeptes zu sehen sein sollte.

Ganz gleich ob Sie sich als Unternehmer selbst um Ihren Auftritt kümmern möchten oder ob Sie die Pflege sowie den Kontakt zu Ihren Facebook-Kontakten einer versierten Webagentur überlassen: Präsenz ist unabdingbar. So gilt es zumindest einmal am Tag (besser mehrmals) Anfragen sowie Postings zu lesen und diese zeitnah zu beantworten.
Denn: Der Vorteil der unmittelbaren Kontaktaufnahme zu Ihrer Zielgruppe darf nicht durch verspätete oder gar nicht erfolgte Antworten verpuffen – das gilt selbstverständlich auch am Wochenende. Nur so gelingt es, glaubwürdig im social-media Marketing aktiv zu sein und nachhaltig für Zufriedenheit bei der Zielgruppe zu sorgen.

Facebook – ist die Zeit reif für mein Unternehmen?
Nicht immer lässt sich mit einem deutlichen “ja” oder “nein” die Frage beantwortet, ob ein Unternehmen reif für einen Auftritt in Facebook ist. Wer sich unsicher ist, wirft einen Blick auf die folgenden Fragen. Wird eine Mehrzahl von ihnen negativ beantwortet? Dann sollten Sie den Weg in die Facebook-Gemeinde noch etwas zurückstellen. Sehen Sie hingegen bei den meisten Fragen ein klares “ja”, dann ist keine Zeit mehr zu verlieren!

  • Die mit Abstand für Sie wichtigste Frage sollte sein, ob Sie Ihre Zielgruppe im Internet überhaupt antreffen. Gehören Ihre potentiellen Kunden zu einer Netz affinen Gruppe oder benutzen diese nur sporadisch das Internet? Hier entscheidet sich bereits, ob es sich lohnt, weitere Bemühungen in puncto Facebook zu unternehmen.
  • Selbst wenn sich obige Frage bejahen lässt: Sind genügend und entsprechend versierte Mitarbeiter im Unternehmen? Und wenn nicht: Trauen Sie sich die Betreuung der Seite selber zu? Eine weitere Möglichkeit bieten spezialisierte Agenturen, die sich um die Errichtung, Pflege oder entsprechende Schulungen kümmern
  • Mal nur angenommen, Ihre Zielgruppe ist viel im Internet unterwegs: Ist sie auch regelmäßig auf Facebook? Nicht alle Menschen und Nutzer haben ein unkritisches Verhältnis zu Social Media und Facebook!
  • Und last but not least: Noch sind längst nicht alle Urteile in Sachen Facebook gesprochen – nicht selten herrscht rechtsfreier Raum, der erst im Laufe der nächsten Jahre zur Zufriedenheit aller erschlossen werden wird.

Sie sehen: Vor dem Eintritt in Facebook stellen sich eine Vielzahl von grundsätzlichen Fragen. Es ist daher besonders wichtig, diese und mögliche andere Fragen möglichst präzise für sich oder sein Unternehmen zu beantworten. Tipp: Wenden Sie sich an eine auf Facebook spezialisierten Webagentur, die Ihnen bei der Suche nach Antworten helfen wird. Aber keine Angst: Facebook ist grundsätzlich für die einfache Einrichtung und Verwaltung durch Nichtgeübte vorgesehen und alles andere als ein Zauberwerk.

Timeline – die neuen Funktionen für Unternehmen

Das bietet die Timeline
Nach diesen grundsätzlichen Vorüberlegungen wenden wir uns schließlich den neuen Möglichkeiten zu, die die als Timeline oder auch als Chronik genannte Facebook-Funktion bietet. Facebook bot zwar schon zuvor interessante Möglichkeiten für Unternehmen – mit der nun eingeführten Timeline wurden sie um einiges erweitert.

Im Zuge dieses Re-Designs sind allerdings auch Funktionen wie die Reitersichtbarkeit sowie Landing-Tabs entfernt beziehungsweise umgestaltet worden – mit einem eindeutigen Vorteil: Die Seiten wirken so wesentlich aufgeräumter und übersichtlicher.

Das Hauptaugenmerk der Neugestaltung liegt aber auf der Timeline selbst, die eine chronologische Darstellung in Form eines Zeitstrahls der wichtigsten Unternehmensmeilensteine erlaubt. Doch darüber hinaus bietet die Timeline einige andere interessante Funktionen an. Die wichtigsten 10 Neuerungen sind im Folgenden zusammengestellt und werden weiter unten näher beschrieben:

  1. Timeline/Chronik: Chronologische Darstellung der wichtigsten Unternehmensstationen.
  2. Repräsentatives Begrüßungsbild: Anders als bisher können Unternehmen ein großes repräsentatives Profilbild (851 x 315 Pixel) einstellen. Wichtig hier: Weder Preise noch Kontaktinformationen dürfen zu sehen sein – das verbieten die besonderen Facebook-Vorgaben.
  3. Neues Profilbild: Auf 125 x 125 Pixel haben Unternehmen die Möglichkeit ein Profilbild – Idealerweise das Firmenlogo – hochzuladen. Das erhöht in besonderer Weise die Möglichkeit, für einen überzeugenden Auftritt zu sorgen.
  4. Moderierte Pinnwand: Anstatt wie bisher alle Einträge von Usern zulassen zu müssen, können Unternehmen die Aktivitäten auf der Pinnwand neuerdings verwalten. Doch Obacht: Auch die Moderation will gekonnt sein – zu schnell werden sonst Nutzer verprellt und geben ihre Meinung in anderen – nicht moderierten – Foren preis. Die kritischen Wertungen und Haltungen einzelner Verbrauchergruppen sollten grundsätzlich als wertvolle (und dabei völlig kostenfreie) Chancen gesehen werden, die eigenen Leistungen zu optimieren und den Marktbedürfnissen anzupassen.
  5. Intelligente Funktionen: Die Veröffentlichung der Seite kann bis zur endgültigen Fertigstellung zurückgehalten werden. Es lassen sich darüber hinaus Landes- oder Altersbeschränkungen festlegen sowie Blockierlisten anfertigen, mit denen die Verwendung bestimmter Begriffe unterbunden werden kann.
  6. Eigene Landingpages: Über die eigene Timeline-Seite hinaus lassen sich eigene Landingpages erstellen, mit denen das Unternehmen sich individuell präsentieren kann.
  7. Inhalte lassen sich nur einem bestimmten Publikum zugänglich machen: Dies kann dann besonders von Vorteil sein, wenn die Kundenbeziehungen ausgebaut werden und diese vermehrt in die Unternehmensaktivitäten eingebunden werden sollen.
  8. Eigene Vanity URL: Ist die entsprechende URL bei Facebook nicht vergeben, lässt sich eine so genannte Vanity URL einrichten. Unter beispielsweise www.facebook.com/firmenname lässt sich automatisch auf die entsprechende Seite weiterleiten.
  9. “Star Posts”: Wichtige Ereignisse können besonders prominent durch ein seitenbreites Foto hervorgehoben werden.
  10. “Pin-Posts”: Das Wichtigste zuerst! Für den Zeitraum von sieben Tagen lassen sich Meldungen ganz oben auf die Seite platzieren und sorgen so für entsprechende Nachhaltigkeit

Man sieht auch hier: Facebook hat einiges dafür getan, den Unternehmensauftritt von den privaten Facebook-Profilen zu differenzieren und Tools bereitgestellt, mit denen es einfach Spaß macht, Betriebsereignisse zu präsentieren.

Übersichtliche Unternehmensdarstellung
Die besondere Stärke von Facebook aus Sicht eines Unternehmens ist sicher, dass man eine Vielzahl von Informationen über die Vorlieben einer bestimmten Zielgruppe erhalten kann und diese auch regelmäßig über Aktivitäten des Betriebes informiert werden, wenn sie mit dem Unternehmen befreundet sind. In der Vergangenheit galt es, sich mit Aktionen sowie Informationen in die Erinnerung seiner Facebook-Freunde zu bringen.

Die Timeline ergänzt diese Möglichkeit um die besondere Funktion, dass ein Unternehmen seinen Werdegang von der Gründung bis zu aktuellen Ereignissen in übersichtlicher Art und Weise präsentieren kann. Diese Informationen sind übrigens nicht nur für Kontakte und Freunde relevant, sondern können einen besonderen Beitrag dazu leisten, die Unternehmensgeschichte für die eigenen Mitarbeiter interessant zu machen.

Regelmäßige Updates des Unternehmensgeschehens tragen dazu bei, dass Besucher immer wieder gern der Unternehmenschronik und auf besondere Ereignisse hingewiesen werden. Wichtig aber auch hier: Der Austausch mit der Zielgruppe sollte stets ernst gemeint sein. Als Betreiber einer Facebook-Seite sollte man sich daher immer wieder die Frage stellen, was tatsächlich relevant für die Fans sein kann und vor allem, welche Nachrichten das Potential haben sich durch den iLike-Button in der Facebook-Gemeinde zu verbreiten.

Werden die Meldungen langweilig, austauschbar oder wiederholen sich bestimmte Inhalte immer wieder, muss damit gerechnet werden, dass der Besuch der Seite nachlässt und wertvolle Kontakte ausbleiben.

Die Timeline in der Praxis
Für die (Neu)-Einrichtung einer Timeline-Unternehmensseite sind nur wenige erste Schritte nötig. Zunächst wird eine neue Seite für “eine Berühmtheit, ein Unternehmen oder ein Produkt” erstellt. Die nächsten Einstellungen wie die Profilbild-Einrichtung werden in einer übersichtlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung durchgeführt. Besonders wichtig ist es hier, ein repräsentatives Profilbild zu verwenden, das das Unternehmen oder seine Dienstleistungen, Produkte oder Mitarbeiter in besonders positiver Weise vorstellt.

Als Motive bietet sich eine spektakuläre Aufnahme des Betriebsgeländes oder der Mitarbeiter an – weniger zu empfehlen sind negativ wirkende Bildsujets oder unverständlich-abstrakte Grafiken. Zu beachten ist außerdem, dass weder Preis- noch Kontaktinformationen auf dem Foto zu sehen sein dürfen. Hat man diese Hürde genommen, gelangt man schließlich zur Fanpage selbst, die eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet, um die Unternehmensdarstellung zusammenzustellen. Grundsätzlich gliedert sich dieser Bereich in die Abschnitte “Administration”, die sich im oberen Teil befinden sowie den “Höhepunkten” (der Timeline), die den unteren Abschnitt der Seite einnehmen.

Von beiden Bereichen aus hat man stets Zugriff auf die Einstellungsoptionen sowie auf den Abmeldebutton. Nicht allgemein bekannt ist übrigens, dass wenn das Browserfenster geschlossen aber nicht die Seite selbst abgemeldet wird, Facebook-Cookies im Hintergrund die Internetaktivitäten der Nutzer verfolgen und daraus Profile erzeugen.

Hier gilt es, sich die Frage zu stellen, ob dies erwünscht wird oder man Facebook diese Protokollierung verweigern möchte.

Genehmigungen verwalten
Bevor die eigentliche Seite im Internet von allen Facebookmitgliedern gesehen werden kann, können die Inhalte mit der neuen “Genehmigungen verwalten”-Funktion vor der Veröffentlichung gesperrt werden, um sich in aller Ruhe mit den neuen Funktionen vertraut zu machen. Besonders interessant ist darüber hinaus, dass es weiteren Nutzern ermöglicht wird, als Administratoren auf der Seite tätig zu werden.

So kann der Unternehmer selbst Einfluss auf die Inhalte nehmen, zeitgleich aber anderen Mitarbeitern oder einer Webagentur das Recht übertragen, die Seite zu verwalten und Änderungen vorzunehmen. Besonders interessant dürfte aber außerdem die Möglichkeit sein, die Inhalte, die auf der Seite gepostet werden, in gewisser Weise zu reglementieren.
Betriebe, die in der Vergangenheit bereits Opfer von Shitstorms wurden, dürften in besonderer Weise zu würdigen wissen, dass es nun möglich ist, festzulegen ob Nutzer Einträge oder Fotos reinstellen dürfen. Der Gebrauch dieser Möglichkeit sollte allerdings zurückhaltend zum Einsatz kommen, denn nach wie vor gilt: Social Media lebt vom Austausch mit der Zielgruppe – kontraproduktiv kann es daher werden, wenn eben diese Offenheit auf Grund einer gewissen (verständlichen) Ängstlichkeit vor Imageverlusten beschränkt wird.

Nachrichten – oder doch lieber Pinnwand?
Eine weitere Neuigkeit, die Facebook seinen Unternehmensnutzern zur Verfügung stellt, ist der direktere Nachrichtenaustausch. Der Vorteil kann hier aber auch gleichzeitig der Nachteil sein, denn: Von positiven Mitteilungen Ihrer Fans werden nur Sie und nicht alle anderen erfahren und genau darin liegt doch der Vorteil von Facebook, oder? Andererseits: Kritik bleibt so allen anderen Teilnehmern verborgen – doch im Falle von Negativmeldungen gilt es ohnehin sich individuell und aufmerksam dem jeweiligen Kunden zuzuwenden.

Massives Blockieren von Beiträgen oder löschen unliebsamer Meinungen kann schnell dazu beitragen, dass Ihre Seite in Misskredit gerät und desto mehr Opfer von sogenannten Shitstorms in anderen Foren werden könnte.

Denn: Es ist vorteilhafter Sie kennen die Meinung Ihrer möglichen Kunden, Partner und Freunde und können durch intelligente Maßnahmen darauf Einfluss nehmen. Außerdem sollte jede Kontaktmöglichkeit als Option verstanden werden, auf Kundenwünsche und Vorschläge eingehen zu können.

Alles ist eingerichtet – und nun?

Die Facebook-Seite mit der Timeline bekannt machen
Sie haben sich mit den Funktionen der neuen Timeline vertraut gemacht und haben alle Einstellungen vorgenommen oder von Ihrer Webagentur vornehmen lassen? Ein entsprechend repräsentatives Bild ziert nun die Facebook-Seite? Es liegt außerdem ein Plan vor, wie das Interesse an der Fanpage geweckt werden kann und welche Schritte nun folgen werden? Sind außerdem alle personellen Verantwortlichkeiten geklärt? Und: Alle wichtigen Einträge, die dazu beitragen Ihr Unternehmen ins richtige Licht zu rücken, sind den entsprechenden Jahren und Zeitabschnitten zugeordnet? Dann geht es nur noch darum, die Fanpage zu vernetzen und bekannt zu machen.

Kontakte nutzen
Die beste Vorbereitung ist nur soviel Wert, wie sie auch von Ihrer Umwelt und entsprechenden Kontakten wahrgenommen wird. Daher gilt: Die Seite muss bekannt gemacht werden und von möglichst vielen Kontakten “geliked” werden. Um die erste Kontaktaufnahme zu erleichtern, befinden sich im Administrationsbereich der Timelinesite die Kontakte, die bisher bereits unter dem normalen Account verwaltet wurden. Diese können nun einzeln oder gemeinsam mit einem möglichst einladenden Text auf die neu errichtete Seite geführt werden. Unter dem Menüpunkt “Publikum erweitern” können darüber hinaus bestehende E-Mail-Kontakte genutzt werden. Diese können aus einer Vielzahl unterschiedlicher Mail-Provider als vCard exportiert werden – und auf Facebook hochgeladen werden. Diese Schritt muss allerdings händisch ausgeführt werden – ein automatischer Zugriff auf die Adressbucheinträge findet nicht statt.

Kommunizieren – aber wie?
Für den Erfolg einer Facebook-Site ist nicht nur die Art und Weise wie mit Kunden und Freunden kommuniziert wird und wie erfolgreich diese in die Markenwelt eingebunden werden können. Genauso wichtig – und dies wird zuweilen vernachlässigt – ist die Kommunikationsstrategie, die für alle Mitarbeiter gleichermaßen gilt. Sogenannte “Digital Natives” – also jene Generation von Usern, die bereits mit Facebook und Co. groß geworden sind – pflegen einen anderen Ton und Umgang, als es Menschen späteren Semesters tun. Einerseits legen die Unternehmens-Kommunikationsrichtlinien fest, welche Grundprinzipien für die Kommunikation gelten. Anderseits aber ist hier verankert, welche Informationen die digitalen Betriebstore verlassen und welche andere hingegen unter dem Aspekt der Vertraulichkeit behandelt werden sollen. Die Festlegung solcher Richtlinien sollte bereits ab einem kleinen Mitarbeiterstamm durchgeführt werden. Bestehen hier Unsicherheiten, lassen sich entsprechende Beratungstermine mit einer spezialisierten Webagentur vereinbaren.

Und der Erfolg?
Haben sich die Anstrengungen gelohnt und hat sich der Zugriff auf das Firmenprofil erhöht? Wenn sich mehr als 30 Fans für die Seite haben gewinnen lassen, hat man Zugriff auf die Statistikfunktion, die Aufschluss darüber bietet, wie erfolgreich die Facebook-Seite bisher angenommen wurde. Übrigens: Um den Erfolg anzukurbeln sollten in jedem Fall die Mitarbeiter als Fans für die Seite gewonnen worden. Sind diese bereits über Facebook vernetzt, lässt sich mit etwas Glück auf den Multiplikator-Effekt hoffen, der die Seite bekannt macht und zu entsprechendem Erfolg führen wird. Wichtig ist allerdings, dass Ihre Seite aktuelle und wertvolle Beiträge bereithält und dass Sie sich ebenfalls mit Beiträgen auf den Seiten anderer Freunde und Firmen bemerkbar machen. Das muss keinesfalls dazu führen, dass Sie Ihr Umfeld über Nichtigkeiten informiert halten oder gar unsinnige Beiträge posten, doch ein Stück Weit Präsenz muss auf Facebook schon gezeigt werden!

Fazit
Facebook bietet mit seiner neuen Timelinefunktion starke Tools, die die Verwaltung einer Firmen-Facebook-Seite nicht nur vereinfachen, sondern durch eine Vielzahl von gestalterischen Verbesserungen außerdem um ein Vielfaches attraktiver wirken lässt.

Wer den Aufwand scheut oder nach entsprechenden Schulungsmöglichkeiten Ausschau hält, wendet sich vorzugsweise an eine spezialisierte Webagentur, die die Verwaltung und Pflege im Namen des Unternehmens durchführt. Ob Ihr Betrieb von einem Facebook-Auftritt profitiert, hängt dabei aber nicht zuletzt von den Nutzungsgewohnheiten Ihrer Zielgruppe ab. Doch Fantasie ist ebenso gefragt, um bei Facebook auf Resonanz zu stoßen.

Glaubwürdige Aktionen, eine gut gepflegte Seite sowie regelmäßige Upgrades in der Timeline tragen dazu bei, dass sich Besucher nach Neuigkeiten umsehen und Sie an Freunde und Bekannte weiter empfehlen.